Anfang
1900 begann der große Boom zur Errichtung von Zahnradbahnen auf die
Berge. Eine der damals üblichen technischen Lösungen waren sogenannte ROWAN-Züge,
bei denen sich der erste Beiwagen auf der Talseite ohne Achse auf die Lok
abstützte.
Da
keine großen Geschwindigkeitsunterschiede erforderlich sind,
wählte man Drehstrom-Schleifringläufer-Motoren, die zum damaligen
Stand der Technik die optimalste Lösung darstellten. Kompliziert
wurde dadurch allerdings die Fahrdrahtgestaltung.
Ein Zug erreicht bald die Talstation
Schautafeln erklären die alte Technik
Es ist eingestiegen, bald geht's los
Der
letzte Tageszug fährt bergwärts
So
steil geht es zum Teil hinauf
Der
Gipfel ist erreicht
Ein
Blick in den Motoren- und Führerstandsraum. Zum Bedienen der
Lok sind zwei Mann notwendig. die über die beiden Handräder
die Motoren zu- bzw. runterschalten. Im Motorenraum sind an
allen Ecken und Enden Gefäße mit Ölbehältern zu finden. Auch
scheint die Wärmeentwicklung der Motoren sehr hoch zu sein, da
alle Lüfterklappen ständig offen stehen.
Die
gleiche Technik wurde bei der Jungfraujoch- und Gornergratbahn in der Schweiz
angewendet. Bei der Jungfraujochbahn
verkehrt noch heute einer der Rowan-Züge für Sonderfahrten als "Eiger-Ambassador-Express", wie in meinem Reisetagebuch
beschrieben. Als die Jungfraubahn Wagen ihrer Rowan-Züge nach
dem Kauf moderner Fahrzeuge entbehren konnte, wurden sogar Fahrzeuge an die "La Rhune Bahn"
verkauft.
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( c ) Peter Rieger 2008
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