02.12.2008

Die "Zacke" auf den Berg der Basken

Anfang 1900 begann der große Boom zur Errichtung von Zahnradbahnen auf die Berge. Eine der damals üblichen technischen Lösungen waren sogenannte ROWAN-Züge, bei denen sich der erste Beiwagen auf der Talseite ohne Achse auf die Lok abstützte.

Da keine großen Geschwindigkeitsunterschiede erforderlich sind, wählte man Drehstrom-Schleifringläufer-Motoren, die zum damaligen Stand der Technik die optimalste Lösung darstellten. Kompliziert wurde dadurch allerdings die Fahrdrahtgestaltung.

Ein Zug erreicht bald die Talstation Schautafeln erklären die alte Technik Es ist eingestiegen, bald geht's los

Der letzte Tageszug fährt bergwärts

So steil geht es zum Teil hinauf

Der Gipfel ist erreicht

Ein Blick in den Motoren- und Führerstandsraum. Zum Bedienen der Lok sind zwei Mann notwendig. die über die beiden Handräder die Motoren zu- bzw. runterschalten. Im Motorenraum sind an allen Ecken und Enden Gefäße mit Ölbehältern zu finden. Auch scheint die Wärmeentwicklung der Motoren sehr hoch zu sein, da alle Lüfterklappen ständig offen stehen.

     

Die gleiche Technik wurde bei der Jungfraujoch- und Gornergratbahn in der Schweiz angewendet. Bei der Jungfraujochbahn verkehrt noch heute einer der Rowan-Züge für Sonderfahrten als "Eiger-Ambassador-Express", wie in meinem Reisetagebuch beschrieben. Als die Jungfraubahn Wagen ihrer Rowan-Züge nach dem Kauf moderner Fahrzeuge entbehren konnte, wurden sogar Fahrzeuge an die "La Rhune Bahn" verkauft. 

 

 

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( c ) Peter Rieger 2008

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